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Bildungsplan Sachsen

Evaluierung der Umsetzung des
Sächsischen Bildungsplans sowie des
Schulvorbereitungsjahres und der Verzahnung mit der
Schuleingangsphase

Von November 2009 bis bis Oktober 2010 untersuchten wir im Projekt "Evaluierung der Umsetzung des Sächsischen Bildungsplans sowie des Schulvorbereitungsjahres und der Verzahnung mit der Schuleingangsphase" im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und Sport und in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz. Die Untersuchungen, die Bewertung und die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen wurden von Mitarbeiter/innen der Universität Bremen, Prof. Ursula Carle, Dr. Julia Kosinár und Sabine Leineweber durchgeführt. Dana Schmidt und Rüdiger Laskowski ergänzten das Team direkt vor Ort in Sachsen. Hier die Ergebnisse zum Download:

Kurze Erläuterungen zum Vorhaben: [zum Evaluationsbericht]
Bei dieser Evaluation handelt es sich um Praxisforschung, die den Status Quo der Umsetzung bzw. der Verzahnung und Kooperation abbildet. Es geht hierbei um das WIE, also um die Frage, was die Praxis (Kindertageseinrichtung / Schule) mit den Vorgaben anfing, wie sie diese aufgenommen und umgesetzt haben und nicht um eine Bewertung (etwa im Vergleich mit anderen Plänen). Dennoch war es das Anliegen der Untersuchung "Best-Practice"-Beispiele und Entwicklungspotenziale aufzuzeigen und die Effizienz der Maßnahmen darzustellen. Auch die Wirkungen, die die Kooperation von Kindergarten und Schule entfaltet, galt es festzustellen. Aus den Evaluationsergebnissen sollten Handlungsempfehlungen entlang bestimmter Fragestellungen entwickelt werden.

Die Inhalte und Ziele der Evaluation bezogen sich in "Bereich 1" auf die Einschätzung der Umsetzung des Bildungsplans aus der Perspektive der verschiedenen Akteursgruppen (ErzieherInnen, LeiterInnen von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegepersonen, Eltern, Träger der Kindertageseinrichtungen und Fachberatungen). Die Fragestellungen richteten sich vor allem auf die Zufriedenheit mit dem BPL, das Gelingen der Umsetzung, die Bedeutung für die tägliche Arbeit und auf die wahrgenommenen Veränderungen etc.

Für "Bereich 2" wurde die Verzahnung des Schulvorbereitungsjahres mit der Schuleingangsphase aus Sicht der AkteurInnen untersucht. Hierbei sollte u. a. die Art und Weise der Umsetzung, die Einschätzung der Qualität der kooperativen schulvorbereitenden Maßnahmen und der Bewältigung des Übergangs durch alle Kinder aus der Perspektive von ErzieherInnen, an schulvorbereitenden Maßnahmen beteiligten GrundschullehrerInnen, Schulleitung, Fachberatung, Eltern und der Kinder selbst erforscht werden.
Empirisch fußt diese Evaluation auf Dokumentenanalysen der verschiedenen, den Untersuchungsgegenstand betreffenden Instrumenten, Plänen, Vereinbarungen und Verträgen, auf Interviews und Beobachtungen und auf zusätzlichen, workshopähnlich gestalteten Gruppendiskussionen sowie auf schriftlichen Befragungen (mit offenen und geschlossenen Fragen). Die Erhebungen fanden überwiegend in 10 "Verbünden" statt, die anhand bestimmter Kriterien aus den fünf Regionalstellen der Sächsischen Bildungsagentur, Bautzen, Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau ausgewählt wurden. Die Verbundbefragung umfasste 10 Grundschulen mit zwei oder mehr Kooperationskindertageseinrichtungen, das pädagogische Personal, die Leitungen, die Träger und die Fachberatungen sowie einige VertreterInnen der Sächsischen Bildungsagentur.

Die verschiedenen Erhebungsschritte (Fragebogenerhebung, Interviews, Begehungen von Kindertageseinrichtungen und Gruppendiskussionen) erfolgten parallel und die Auswertung wurde möglichst zeitnah durchgeführt. Dadurch hatten wir die Möglichkeit, die Informationen aus den ersten Erhebungen in die weiteren hinein zu nehmen und ggf. Instrumente um Fragen zu erweitern. Bestimmte Erhebungen wurden im Sinne einer kommunikativen Validierung der bisherigen Befunde (z. B. die zweite Verbunderhebung, sowie der Workshop mit den Fachberatungen) ans Ende der Erhebungsphase gesetzt.

Aus dem Resümee des Kultusministeriums nach der Präsentation der Ergebnisse: [zum Pressebericht]
Die vorliegenden Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung bestätigen die wesentlichen Inhalte und Ziele des Bildungsplanes. Positiv hervorgehoben wird die pädagogische Grundhaltung des Bildungsplanes, das Bildungsangebot als Einheit zu sehen, das kindliche Spiel und die Projektarbeit als Methode zentral herauszustellen, Überlegungen zur Gestaltung von Lernumgebungen zu bieten, Beobachtung und Dokumentation der Bildungsergebnisse auch unter Beteiligung der Kinder anzuregen.
Die aus der Evaluation abgeleiteten Handlungsempfehlungen fordern:

  • einen stärkeren Bezug zum Grundschullehrplan zu entwickeln
  • weitere Fortbildungsmaßnahmen zur methodischen und didaktischen Umsetzung zu entwickeln und durchzuführen
  • die Kooperation mit den Eltern zu verstärken
  • die Qualitätssicherung in der frühkindlichen Bildung auszubauen und stärker zu koordinieren

Darüber hinaus wurde auf die Notwendigkeit verwiesen, die anspruchsvollen Aufgabenstellungen durch eine bessere personelle Ausstattung der Kindertageseinrichtungen zu unterstützen. Positiv bewertet wurde auch das Konzept der Schuleingangsphase in Sachsen, insbesondere die Vorbereitung der Kinder auf den Übergang in die Grundschule durch das Schulvorbereitungsjahr. Die Kooperation zwischen Kita und Grundschule hat sich an vielen Stellen gut entwickelt, jedoch ist das Gesamtbild noch recht heterogen. Die sehr unterschiedlichen Bedingungen ermöglichen kein landesweit einheitliches Vorgehen. Hier stehen Bemühungen zu einer höheren Verbindlichkeit der Zusammenarbeit zwischen Kita, Schule und Eltern an. So müssen zum Beispiel die Erfahrungen der Erzieherinnen stärker in die Grundschulpädagogik einfließen.

Weitere Informationen erhalten Sie von der Projektleiterin:

Prof. Dr. Ursula Carle
AG Elementar- und Grundschulpäagogik, Univeristät Bremen

 

zuletzt aktualisiert: 20140214 (mz)
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Aktuelles:

Der Abschlussbericht der Wissenschaftlichen Evaluation kann auf den Seiten des Sächsischen Kita-Bildungssevers kostenlos abgerufen werden
Kurzfassung (PDF 0.2 MB)
Langfassung (PDF 1,7 MB)

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Familienbildung Homepage "Familie als wichtigste Bildungsinstitution" 2005
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© Prof. Dr. Ursula Carle - Universität Bremen - Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften - Grundschulpädagogik
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